gebrauchen


gebrauchen

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ge|brau|chen [gə'brau̮xn̩] <tr.; hat:
als Gegenstand, Mittel für etwas benutzen, damit umgehen:
Werkzeuge richtig gebrauchen; seinen Verstand gebrauchen; das Wort wird fast nur im Präsens gebraucht; die Maschine ist gut, zu vielem zu gebrauchen; er gebraucht gern Beispiele, um etwas zu erklären.
Syn.: anwenden, benutzen, benützen, einsetzen, in Benutzung haben, in Benutzung nehmen, nutzen (bes. nordd.), nützen (bes. südd.), verwenden;
etwas gebrauchen können: für etwas Verwendung haben:
den Karton kann ich gut gebrauchen; jetzt könnte ich eine Schere gebrauchen; den ganzen Kram kann ich nicht mehr gebrauchen; Faulenzer können wir hier nicht gebrauchen.
 
• brauchen/gebrauchen
Brauchen bedeutet
1. etwas oder jemanden nötig haben, benötigen, einer Sache oder eines Menschen bedürfen:
– Ich brauche einen neuen Mantel.
– Man braucht eine Genehmigung, um seinen Aufenthaltsort zu wechseln.
2. (in Verbindung mit einem Infinitiv und ausschließenden oder eingrenzenden Adverbien wie »nicht«, »nur« oder »bloß«) müssen:
– Du brauchst dich nicht zu schämen, das kann jedem passieren!
Gebrauchen hat dagegen vorwiegend die Bedeutung benutzen, verwenden:
– Beim Fleischanbraten gebrauche ich immer meine große Pfanne.
Je nachdem, ob man brauchen oder gebrauchen verwendet, hat der folgende Satz also verschiedene Bedeutungen:
– Bei dieser Arbeit brauche ich einen Hammer (möchte ich einen Hammer haben, fehlt mir noch ein Hammer).
– Bei dieser Arbeit gebrauche (benutze) ich einen Hammer.
Beinahe unterschiedslos lassen sich brauchen und gebrauchen hingegen in Verbindung mit »können« verwenden:
– Wir haben draußen genug zu essen. Ihr könnt es hier besser brauchen.

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ge|brau|chen 〈V. tr.; hatGebrauch machen von, benutzen, verwenden ● Kraftausdrücke \gebrauchen; das kann ich gut, nicht \gebrauchen; das ist nicht zu \gebrauchen; du bist auch zu nichts zu \gebrauchen! zu nichts nütze; gebrauchte Bücher schon benutzte Bücher, Bücher aus zweiter Hand; gebrauchte Wäsche schon benutzte, schmutzige Wäsche; Wäsche, die nicht mehr neu ist; →a. brauchen

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ge|brau|chen <sw. V.; hat [mhd. gebrūchen, ahd. gibrūhhan, verstärkend für brauchen in der Bed. »verwenden«]:
verwenden, benutzen:
Hammer und Zange g.;
das kann ich gut/nicht g.;
etw. ist [zu vielem] zu g.;
jmd. ist zu nichts zu g. (ugs.; jmd. ist zu nichts nütze);
jmd. ist zu allem zu g. (ugs.; jmd. ist wegen seiner Anstelligkeit, vielseitigen Geschicklichkeit sehr nützlich);
seine Schusswaffe, Gewalt, den Verstand, eine List g. (anwenden);
derbe Worte g. (verwenden, äußern);
ein Arzneimittel [äußerlich] g. (bes. Med.; nehmen, bei sich anwenden);
Tabletten g. (bes. Med.; einnehmen);
<2. Part.:> ein gebrauchtes (bereits benutztes) Handtuch in die Wäsche geben;
ein gebrauchter Wagen (Gebrauchtwagen);
etw. gebraucht kaufen;
<subst.:> wir nehmen Ihren Gebrauchten (Gebrauchtwagen) gern in Zahlung;
jmdn., etw. g. können (für jmdn., etw. Verwendung haben: den ganzen Kram kann ich nicht mehr g.; den Karton kann ich gut g.; Faulenzer können wir hier nicht g.; jetzt könnte ich eine Schere, einen Schnaps g.)

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ge|brau|chen <sw. V.; hat [mhd. gebrūchen, ahd. gibrūhhan, verstärkend für ↑brauchen in der Bed. „verwenden“]: 1. verwenden, benutzen: Hammer und Zange g.; das kann ich gut/nicht g.; etw. ist [zu vielem] zu g.; Dass der Wagen mittlerweile für eine längere Fahrt nicht mehr zu g. war, verschwieg er (Danella, Hotel 111); jmd. ist zu nichts zu g. (ugs.; jmd. ist zu nichts nütze); jmd. ist zu allem zu g. (ugs.; jmd. ist wegen seiner Anstelligkeit, vielseitigen Geschicklichkeit sehr nützlich); seine Schusswaffe, Gewalt, den Verstand, eine List g. (anwenden); Hohenheim ist weder Zauberer noch Gesundbeter, sondern er gebraucht Praktiken, die er bei Frauen und Feldärzten gelernt hat (Meier, Paracelsus 144); derbe Worte g. (verwenden, äußern); Die Nachkommen der Portugiesen ... gebrauchen ihre Sprache oft nicht einmal untereinander (Handke, Niemandsbucht 345); ein Arzneimittel [äußerlich] g. (bes. Med.; nehmen, bei sich anwenden); Tabletten g. (bes. Med.; einnehmen); <2. Part.:> ein gebrauchtes (bereits benutztes) Handtuch in die Wäsche geben; ein gebrauchter Wagen (Gebrauchtwagen); etw. gebraucht kaufen; <subst.:> Wenn Sie einen Käufer für Ihren Gebrauchten (Gebrauchtwagen) suchen ... 2. (ugs., bes. nordd.) brauchen, benötigen: ich könnte einen Mantel g.

Universal-Lexikon. 2012.

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  • gebrauchen — V. (Mittelstufe) etw. benutzen, aus etw. Nutzen ziehen Synonym: verwenden Beispiel: Er gebraucht oft meine Notizen. Kollokation: starke Worte gebrauchen …   Extremes Deutsch

  • gebrauchen — gebrauchen, gebraucht, gebrauchte, hat gebraucht 1. Wir können diese Möbel gut gebrauchen. 2. Ich habe den Wagen gebraucht gekauft. 3. Ich suche eine gebrauchte Waschmaschine …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • gebrauchen — ↑handeln …   Das große Fremdwörterbuch

  • gebrauchen — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Auch: • verwenden • benutzen Bsp.: • Dieser Topf wird nur zum Fleischkochen gebraucht. • Darf ich bitte dein Auto benutzen? …   Deutsch Wörterbuch

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  • gebrauchen — 1. anwenden, benutzen, brauchen, einsetzen, Gebrauch machen, handhaben, in Gebrauch nehmen, nutzen, verwenden, verwerten, zum Einsatz/zur Anwendung bringen; (österr.): in Verwendung nehmen; (geh.): sich bedienen; (bildungsspr.): applizieren;… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • Gebrauchen — 1. Man kann alles gebrauchen, sagte der Dieb und nahm eine goldene Uhr. 2. Man mût allens brûken, wotô et gôd is, sä de Bûr, do trock he sik n Worm ût n Môrs un bunn sik n Schô domit tô. (Holst.) – Hoefer, 16, 163. In Preussen heisst es: Oess… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • gebrauchen — Gebrauch, gebrauchen, gebräuchlich ↑ brauchen …   Das Herkunftswörterbuch

  • gebrauchen — gebruche …   Kölsch Dialekt Lexikon